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aevum auf's Ohr
Podcast: Christian Schlager über Tierbestattung, Abschied und Vorsorge

Der Verlust eines geliebten Tieres ist ein Thema, mit dem sich viele erst dann beschäftigen, wenn es unausweichlich wird. Genau darüber spricht unser Geschäftsführer Christian Schlager im aktuellen Podcast Julia SCHÜTZE #deinPferd – offen, ehrlich und ohne Beschönigung.

 

Im Gespräch geht es nicht nur um Tierbestattung, sondern um eine viel grundlegendere Frage: Wie gehen wir mit Abschied um – und warum verdrängen wir ihn so lange?

 

Eine Zusammenfassung vom Interview gibt es hier – die ganz besonderen Einblicke gibt es aber nur zum Hören im Podcast von Julia Schütze.

 

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Wenn Verdrängung zur Belastung wird

Viele Tierhalter vermeiden bewusst, sich mit dem Tod ihres Tieres auseinanderzusetzen. Dahinter steckt oft die Angst, etwas „heraufzubeschwören“. Die Realität sieht anders aus: Wer sich nicht vorbereitet, steht im Ernstfall vor Entscheidungen, die unter emotionalem Druck getroffen werden müssen.

 

Im Podcast wird klar, wie wichtig es ist, sich frühzeitig Gedanken zu machen. Nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung. Denn gerade bei Pferden kommt neben der emotionalen Belastung auch ein erheblicher organisatorischer und finanzieller Aufwand hinzu, der ohne Vorbereitung schnell überfordern kann.

Was ein würdevoller Abschied wirklich bedeutet

Der Begriff „würdevoll“ wird oft verwendet – aber selten konkret erklärt. Für aevum zeigt sich Würde nicht in großen Worten, sondern in jedem einzelnen Schritt des Prozesses.

Es geht darum, einem Tier auch nach seinem Tod mit Respekt zu begegnen. Darum, dass Abläufe transparent sind und Tierhalter nicht das Gefühl haben, etwas passiert „im Hintergrund“, ohne dass sie es verstehen. Und vor allem darum, Raum für Abschied zu schaffen.

 

Viele entscheiden sich bewusst dafür, ihr Tier bis zuletzt zu begleiten. Genau diese Möglichkeit macht für viele den entscheidenden Unterschied in der Verarbeitung.

Entscheidungen treffen, wenn es darauf ankommt

Ein weiterer zentraler Punkt im Podcast ist die Frage, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Viele wissen schlicht nicht, was im Ernstfall auf sie zukommt.

 

Ob Einzeleinäscherung mit Rückgabe der Asche oder alternative Formen – wichtig ist vor allem eines: eine informierte Entscheidung. Eine, die nicht unter Zeitdruck oder Überforderung getroffen werden muss, sondern auf Klarheit basiert.

Vorsorge ist kein Tabu, sondern Entlastung

Ein Thema, das viele überrascht, ist die Möglichkeit der Bestattungsvorsorge für Tiere. Was im ersten Moment ungewohnt klingt, ergibt in der Praxis viel Sinn.

 

Sich frühzeitig mit Kosten, Abläufen und eigenen Wünschen auseinanderzusetzen, nimmt im Ernstfall enormen Druck raus. Es geht nicht darum, sich mit dem Verlust anzufreunden – sondern darum, vorbereitet zu sein, wenn er kommt.

Wie Kinder Abschied erleben

Besonders ehrlich wird es im Podcast, wenn es um Kinder geht. Denn sie gehen oft viel direkter mit dem Thema um – wenn man sie lässt.

 

Wichtig ist vor allem, klar und verständlich zu sprechen. Beschönigende Formulierungen wie „eingeschlafen“ können mehr Verwirrung als Trost auslösen. Kinder brauchen keine Umschreibungen, sondern Orientierung.

Erinnerung ist individuell

Der Abschied endet nicht mit der Einäscherung. Für viele beginnt danach erst die eigentliche Verarbeitung.

 

Ob durch persönliche Erinnerungsstücke, kleine Rituale oder individuelle Formen der Verabschiedung – entscheidend ist nicht das „Wie“, sondern dass es sich richtig anfühlt. Für jeden anders.

Warum Trauer um Tiere oft unterschätzt wird

Ein Punkt, der im Gespräch klar angesprochen wird: Trauer um Tiere wird gesellschaftlich oft nicht ernst genommen. Vor allem von Menschen, die selbst keine enge Bindung zu einem Tier hatten.

 

Die Haltung dazu ist eindeutig: Man muss sich dafür nicht rechtfertigen. Entscheidend ist die eigene Beziehung – und die ist für viele nicht weniger intensiv als zu einem Menschen.

Unser Fazit

Der Podcast macht deutlich, worum es im Kern geht: Abschied ist kein organisatorischer Prozess, sondern ein zutiefst emotionaler. Und genau deshalb braucht er Raum, Klarheit und manchmal auch Vorbereitung.

 

Denn am Ende bleibt nicht die Entscheidung selbst – sondern das Gefühl, wie man diesen letzten Weg gestaltet hat.

 

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